Im Wandel des Sommerlochs

Im Wandel des Sommerlochs

Von wegen Sommerloch, viel los gerade im Hause btf. Neue Projekte stehen an, weitere Räumlichkeiten entstehen (in Kürze mehr dazu an dieser Stelle) und das ein oder andere uns noch unbekannte Gesicht wird sich bald etablieren dürfen.

Doch trotz der vielen Veränderungen, bleiben wir weiterhin dem Genre des Musikvideos treu. Wallis Bird wird uns dieses Jahr noch mit einigen ihrer neuen Songs begleiten, und im Gegenzug wir sie mit der Kamera. Auch wenn sie für das Video zur aktuellen Single (passend trägt der Song den Namen „Change“) dieses Mal nicht selbst vor der Kamera stand. Gedreht wurde die neue monochrome Freiluftchoreo nicht etwa im Amazonas (wie die Flora vermuten lassen könnte). Ganz im Gegenteil: die Dreharbeiten fanden in Köln-Poll statt. Quasi direkt vor der Haustür. Manchmal liegt das Gute eben ganz nah. Das freut auch die Produktionsabteilung. 

Ausgerüstet mit nicht mehr als einer Steadycam, Available Light, drei Scheinwerfern einem Generator sowie dem portablen Lautsprecher zur Musikwiedergabe wurde vom ersten Sonnenstrahl bis in die Nacht hinein gedreht, rotiert, gehazed, geschminkt, bekleidet, gefahren, geleuchtet, verbrannt und natürlich getanzt.

Auszug aus der Shotlist:
14 – Performance auf Stuhl stehend, Botanik leuchtet, weniger Kostüm
(erst statisch bei Beleuchtung, dann dynamische 360° Umfahrt mit Untersicht) – Nah

hoch

Generell war das Prinzip einmal mehr „reduce to the max“. Weil, wieso auch nicht? Und da es eh um „Change“ ging, wieso sollte man die Produktion nicht auch ein Mal grundlegend verändern? Eine reduzierte, klare Bildsprache wird dem Song so mehr als gerecht, ohne zu sehr in die Klischees der Interpretation treten zu müssen. Die Hauptaugenmerke setzen Kostüm, Maske und Choreographie. Die restliche Bildsprache fungiert lediglich über alles Gegebene und das jeweils konträr-angepasste Tempo der Kameraführung zum Tanz. Dynamik in Reinform, wenn man so mag.

 

Und für das nächste Video machen wir dann wieder alles ganz anders.

Fotos: © Joseph Strauch